03.11.2025
In der Schwertarbeit geht es um die Qualitäten der Entschiedenheit, Klarheit, Stabilität/Haltung und die Fähigkeit, seine Grenzen wahrzunehmen, seine Grenzen zu setzen.
Das Schwert als Symbol steht unter anderem für Kraft, für Macht in weltlichen und geistigen Angelegenheiten. Seinem Träger verleiht es Stärke, in Würde für sich einzustehen. In Entschiedenheit geführt, schafft es Klarheit außen und innen. Das Schwert ist in seiner Grundqualität des Geraden und Gerichteten dem archetypisch männlichen Symbolkreis zuzuordnen. Im übenden Umgang mit einem Schwert können wir die Qualitäten, die sich im Symbol zeigen, als Seelenqualitäten in uns entwickeln: Klarheit, Entschiedenheit, Standfestigkeit, Zentriertheit, Abgrenzungsvermögen, Eigenständigkeit, Gelassenheit, geistige Sammlung, Wahrhaftigkeit, Konzentration auf das Wesentliche, Selbstbewusstsein, zu sich zu stehen und bei sich zu bleiben.
In einfachen Einzel- und Partnerübungen wird das Führen unterschiedlicher japanischer Schwerter aus Holz erlernt. Die Erfahrungen in den Übungen werden im Gespräch reflektiert und eine Integration in die Persönlichkeit bzw. die jeweilige Lebenssituation erarbeitet.
Elemente aus Körperarbeit und Meditation (mit der dafür notwendigen Einführung) ergänzen die Arbeitsweisen, mit denen wir uns an diesem Wochenende auf den inneren Weg machen, wofür das Mystiker-Wort „Mensch, werde wesentlich!“ richtungsweisend ist sowohl als Aufforderung als auch als tiefe Sehnsucht des Menschen.
Thomas Schindelin arbeitet als Therapeut und Coach mit den Schwerpunkten Körperpsychotherapie und Schwertarbeit