Liebe Freundinnen und Freunde vom Haus der Stille

liebe Weggefährten,

liebe interessierte Begleiter unserer Arbeit.

November - für viele ein schwieriger Monat. Viel Vergänglichkeit begegnet uns da nicht nur in der Natur. Von Allerheiligen bis zum Totensonntag werden auch wir an unsere Endlichkeit erinnert.

Alles ist am Vergehen, die letzten Blätter sind am Fallen. Nebel und zunehmende Dunkelheit verschleiern die Landschaft.
Alles ist nichtig und ein Haschen nach Wind, tönt es uns aus dem biblischen Buch Kohelet zu. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. ... Alle sind aus Staub und kehren zum Staub zurück...
Alles ist Windhauch (Buch Kohelet 3)

Der November ist der richtige Monat, um dem Nichts, der Leere nachzuspüren.
Erstaunlicherweise kann das NICHTS sehr viel mehr sein als gar nix. In der christlichen Mystik kann das NICHTS sogar zu etwas erstaunlich Sinnhaften werden.
In der jüdischen Mystik hat das Nichts eine ganz besondere Qualität, denn schließlich wurde - laut biblischen Schöpfungsbericht - die Welt ja auch aus dem Nichts geschaffen.
Und nicht zuletzt spielt das Nichts als Leere in der Meditation eine wesentliche Rolle.

Wem gerade ein bisschen NICHTS gut tun würde, kann mit dem unterstehenden Link den neuen Podcast aus der Reihe Klosterflüstern anhören.

Verlinkt habe ich hier auch noch zwei weitere Folgen: Einmal zum Thema Pilgern als Nachgang zu vielen Pilgererlebnissen mit Gruppen und allein in diesem Jahr. Er steht unter dem Titel: Warum man als Pilger Wunderbares erlebt - Der Pilgerweg als Matrix für das Leben.

Eine weitere Folge widmet sich den Thema: Erlösung aus Prägung - Was ich geworden bin und was ich werden kann.

Rückblick auf "Romantik und Mystik" im Oktober

Von unserem Kurs Romantik und Mystik, bei dem wir auf Caspar David Friedrichs Spuren durch die Natur streiften und Motive in Skizzen einfingen, gehen mir noch zwei Zitate von Novalis nach:

Die Poesie heilt die Wunden, 

die der Verstand schlägt.


Wo gehn wir denn hin?

Immer nach Hause.

Karberg 2
 
Motivschau und kleine Skizzen am Karberg
Motivschau und kleine Skizzen am Karberg

Immer heimwärts – vom aufbrechen, umkehren und ankommen - - Online-Exerzitien vom 1.-4. Advent 2025

Auf Weihnachten zugehen mit einer täglichen kleinen Portion Stille und Zuversicht

Wieder lade ich ein zu einem gemeinsamen Weg von digitalen Exerzitien im Advent mit kleinen Impulsen und Übungen, die ins Nachsinnen und in das Licht der Weihnacht führen möchten.

Für die fünf Wochentage gibt es einen kurzen Impuls. Am Wochenende wird  nachgespürt. Dazu für jede Woche einen Podcast zur Anregung.

Bei einem wöchentlichen Zoom-Austausch werden Erfahrungen geteilt und auf Fragen eingegangen. 
Wir beginnen mit dem 1. Advent und enden am 4. Advent. Das Konzept ist so gehalten, dass es auf Lebensrhythmus, Möglichkeiten und Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst werden kann.

In diesem Jahr spüren wir dem Dreischritt von Aufbruch, Umkehr und Heimkehr nach.   

Anmeldungen bitte bis zum 28. November über den unterstehenden Link. Wenn das nicht klappt, auch direkt an Stefan Wohlfarth

kloster.swhds@gmail.com

Wurzel Jesse
 

VORSCHAU AUF ANGEBOTE 2026

Wege ins Licht und in die Herzenskammer -
Das neue Jahr beginnen mit dem Herzensgebet
18.-23.1.2026 im Haus der Stille

Viele Menschen können nicht mehr loslassen und sind besetzt von dem, was sie umtreibt, antreibt und fordert. LOSLASSEN, LEICHTWERDEN, ZUR SCHALE WERDEN UND FRIEDEN EMPFANGEN - Das ist die Verheißung dieses Meditationsweges.

Die Einübung in das HERZENSGEBET ist ein Weg, der im Alltag weiter gegangen werden kann. Immer mehr Menschen entdecken diesen Gebetsweg für sich. Er führt in die Einfachheit, reinigt die Gedanken und bringt das unruhige und verzagte Herz in Gottes heilende Gegenwart. Gerade in der gegenwärtigen Zeit mit ihren Umbrüchen und Bedrohungen, ist diese Gebetsform wie ein Anker im Sturm. Frieden und Klarheit erwachsen aus diesem Weg.

 

Zeiten der Meditation, Leibarbeit und Bewegung in der Natur ergänzen sich.

Seit fast 20 Jahren bin ich selbst mit dem Herzensgebet unterwegs. Für mich ist es eines der kostbarsten Begleiter auf dem Weg in ein heileres und wahrhaftigeres Leben.

Dieser Kurs richtet sich auch an Einsteiger, die ohne Vorkenntnisse das Herzensgebet kennenlernen möchten. Die Meditationszeiten sind so abgestimmt und eingebettet, dass sie niemanden überfordern. 

Kintsugi – Vergolde deine Bruchstellen! Vom Segen der Zerbrechlichkeit vom 26.2. - 1.3.2026

Am Beginn der Fastenzeit steht ein Angebot mit dem wir uns auf kreative Weise der Zerbrechlichkeit und dem Heilwerden in unserem Leben widmen.

Kintsugi, die Kunst der vergoldeten Scherben, lehrt uns, das Potenzial für Schönheit in den zerbrochenen Dingen unseres Lebens zu sehen.

Das Wunderbare und Erhellende an diesem Angebot ist, dass wir durch den Umgang mit dem Material aus dem Kopf ins Tun kommen und uns so dem Thema ganzheitlich annähern können.

 

Schwertarbeit - „Mensch, werde wesentlich!“
mit Thomas Schindelin vom 14.-17. Mai 2026

Das Schwert ist ein großartiges Symbol, um damit inneren Kräften, Mustern und Widerständen nachzuspüren.

In der Schwertarbeit geht es um die Qualitäten der Entschiedenheit, Klarheit, Stabilität/Haltung und die Fähigkeit, seine Grenzen wahrzunehmen, seine Grenzen zu setzen.

Thomas Schindelin arbeitet als Therapeut und Coach mit den Schwerpunkten Körperpsychotherapie und Schwertarbeit

 

Auf den Spuren des Mose - Durch die Sinaiwüste mit Kamelen und Nomaden vom 6.-17.11.2026

Ein Pilgerangebot in der Gruppe vom Haus der Stille, Kloster Drübeck

Wüste ist ein Synonym für Leere und Ödnis, zugleich kann sie voller Schönheit, Erhabenheit und Stille sein. Die Wüste ist in der Bibel der Ort, wo Gott die Menschen umwirbt, wo sie Reifung und Läuterung erfahren. Für Jesus war sie Ort der Bewährung und der Initiation.
Die Wüste auf dem Sinai ist durch ihr bergiges Profil, ihre wunderbaren Steinformationen und engen Schluchten bekannt und natürlich durch den Moseberg.

 

ganz zuletzt...

Keine Jahreszeit hat so ein warmes und intensives Licht wie der Herbst. Der Himmel wird durchsichtig auf die Ewigkeit hin. Das waren meine Gedanken zu dem im Oktober entstandenen Bild vom Kloster bei dem Kurs "Romantik und Mystik".

Einen sinnigen Gedanken von Angelus Silesius zum Thema Ewigkeit stelle ich an den Schluss:

Zeit ist Ewigkeit
und Ewigkeit ist Zeit,
so du nur selber
nicht machst einen Unterschied.

Bleibt /Bleiben Sie behütet und getrost!

Herzlich grüßt auch im Namen von Irene Sonnabend und Sonia Meißner
Euer /Ihr Stefan Wohlfarth

Kloster Drübeck im Herbstlicht
Kloster Drübeck im Herbstlicht

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