Liebe Freundinnen und Freunde vom Haus der Stille,
liebe Weggefährten,

wir hatten uns Ostern als Aufbruch aus der Pandemie mit ihren Einschränkungen vorgestellt und ersehnt.
Nun wird es wieder ein verhaltenes Fest. Unsere Türen bleiben vorerst geschlossen. Doch zumindest die Tür der Klosterkirche steht offen. Dreimal in der Woche laden wir zum Abendgebet ein. Und es wird eine Osternacht geben.

Doch es gibt andere Räume, die sich öffnen und Bewegungen, die nach innen führen. Das durfte ich in den vergangenen Wochen erfahren.
Mit 40 Teilnehmern gehe ich Seit Beginn der Fastenzeit einen Weg mit dem Herzensgebet. Es freut und erfüllt mich, dass sich über sieben Wochen so viele auf dieses digitale Kursformat eingelassen haben und intensiv dabei bleiben. So werden spirituelle Wege alltagstauglich.

Für uns sind die beiden digitalen Kurse zuerst in der Adventszeit 2020 und gerade in der Fastenzeit mit insgesamt fast einhundert Teilnehmern eine echte Entdeckung und Frucht der Pandemiezeit.
Sie ersetzten nicht die Präsenzkurse, ab sie ergänzen sie und sprechen auch Menschen an, die nicht nach Drübeck kommen können oder wollen.
Wir werden diese beiden Angebote auch nach der Pandemie weiterführen.

Die Herausforderung bei dem an sich einfachen, doch nicht leichten Gebetsweges mit dem Herzensgebet, ist das Dabei-Bleiben.
Unter dem Titel

Bleibet und wachet!
Was uns der Jünger, den Jesus liebte, erzählt

Könnt Ihr/ können Sie in einem Impuls nachlesen, was es bei Johannes über das Bleiben zu entdecken gibt.                           

Bei den vielen Kursen, die ausfallen müssen, ist für uns nach allem, was wir heute wissen ein besonderes Angebot dieses Jahres sicher: 

Der Jerusalemweg - 

Zu Fuß von Galiläa über die judäische Wüste nach Jerusalem 

(9.-18. September 2021)

Gleich nach der Bekanntgabe im letzten Sommer gab es großes Interesse und viele Anmeldungen. Durch die Unsicherheit der Pandemie stagniert der Anmeldestand seit dem letzten Herbst. Damit die Reise stattfinden kann, benötigen wir noch etwa acht Teilnehmer.
Daher mein Aufruf an alle Unentschlossenen oder Abwartenden: Melden Sie sich jetzt an! Die Reise wird bei Erreichen der Mindestanzahl mit großer Sicherheit stattfinden können. Das hat mir in diesen Tagen Georg Roessler, unser Partner in Israel, bestätigt. Die Israelis sind Impfweltmeister und fahren gerade das öffentliche Leben wieder hoch.
Auch für erfahrene Israelreisende, eröffnet diese Art des Unterwegsseins noch einmal einen ganz neuen Zugang zu Heiligen Land.

 

Da im Haus der Stille gerade so viele Kurse ausfallen müssen, bieten wir für den August einen zusätzlichen Kurs an.

neues Angebot - SOMMERTAGE - um Vertrauen und Gelasseneheit (wieder)zu finden

„Zum Augenblicke möchte ich sagen, verweile doch, du bist so schön…“

Leitung: Ulrike Wolter-Victor, Pfarrerin und Entspannungstrainerin
Termin: Donnerstag, 19. 8. bis Sonntag, 22. 8. 22

Nähere Informationen gibt es hier:

Kreuz und Taufstein

Unser Weg über das Kreuz nach Ostern

Mit dem Palmsonntag gehen wir in die Karwoche. In diesen Tagen bis Ostern wird der Weg Jesu durch Leiden, Kreuz und Tod bis zur Auferstehung in unsere Zeit gehoben.

Wir stehen mal an der Seitenlinie, mal werden wir durch eine Resonanz in das Geschehen hineingezogen. Mal trifft uns ein Wort, mal berührt uns ein Bild. Auch durch Lieder und Musik kann etwas in uns geweckt werden. Selbst das nicht enden wollende Pandemie-geschehen kann von diesem spannungsvollen und zugleich alles wandelnden Weg berührt werden.

Diese Zeit vor Ostern taucht unser Leben in ihr Licht und in ihre Schatten.
Wir gehen Wege durch Zerbruch zum Heilwerden, durch Dunkelheit zum Licht, durch Zweifel ins Vertrauen, durch Trauer zur Freude.
Von Jesu Weg her gewinnt unser Weg an Sinn und Würde. Er erscheint als Teil eines großen heilvollen Zusammenhangs.
In ihm können unsere Rätsel aufleuchten. Unser Schmerz ist nicht mehr sinnlos und verloren, sondern eingebettet in den Schmerz des Kreuzesmannes. Und mit ihm wird unser Schmerz, alles Ungenügen und Versagen über den Golgathahügel zum hellen Ostertag getragen.

Der irische Dichter und Philosoph John O Donohue drückt es so aus:

Poetisch gesprochen besitzt jeder Schmerz, jede Widrigkeit, jede Trauer eine kreuzförmige Struktur. Die Kreuzgestalt wohnt vielmehr dem menschlichen Herzen inne. Jedes Herz hat Kreuzgestalt.Betrachten wir die verschiedenen Konflikte in unserem Leben, erkennen wir, dass sie Orte sind, an denen Widersprüche einander kreuzen.Dieses Zeichen verspricht jedem einzelnen von uns, dass wir niemals den einsamen Weg des Leidens beschreiten müssen, ohne vor uns die Fußspuren zu sehen, die über die Kuppe des Berges fuhren, wo uns die Auferstehung erwartet.

(John O Donohue, Echo der Seele)

kreuz rosé
 

Ihnen und Euch allen wünscht -

auch im Namen von Irene Sonnabend und Cordula Finger -

erleuchtete Wege durch die heiligen Ostertage.

Stefan Wohlfarth

Kloster im Frühling 21

Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Angeboten.

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